07.06.2018 gegen Spandau Bulldogs Damen

Lady Lions unterliegen Berlin knapp mit 14:21

Eigentlich fing das Spiel aus Braunschweiger Sicht gut an… Erster Drive und Leonie Pfeiffer lief mit dem Lederei direkt in die Endzone der Gastgeber, 6:0 für das Löwenrudel. Doch es dauerte nicht allzu lange und die Spandau Bulldogs legten nach, brachten auch den PAT ins Ziel und übernahmen mit 7:6 in Führung. Kleinere Unstimmigkeiten und Abstimmungsprobleme sorgten fortan für größer werdende Probleme sowohl in der Offense als auch in der Defense der Löwinnen. Nervosität machte sich breit und aus dem Repertoire der Braunschweiger mischten sich sehr schöne Spielzüge immer häufiger mit den nicht so schönen zu einem „Verdammt, was ist denn heute los“-Gemenge. Diesen warmen Wind im Rücken nutzte Berlin, deren Coaches ihre Hausaufgaben zweifelsfrei gut gemacht hatten, und spielten sich immer mehr in den Vordergrund. So stand es zur Halbzeit 21:06 für die Bundeshauptstädter, und resigniert wirkende Löwinnen trollten sich mit hängenden Ohren zur Pause. Dort erwartete sie neben taktischen Anpassungen und Spielumstellungen auch eine flammende Rede von O-Line Coach Manuela Göhring, die offensichtlich ihre Wirkung entfaltete. Zur zweiten Spielhälfte betrat ein völlig anderes Team den Platz. In die Katzenaugen war das Funkeln zurückgekehrt und das Rudel ließ sich weder durch Beißattacken noch durch Kläffen und Knurren der Spandauer Beutegreifer beeindrucken. Es sei vorweggenommen, dass die Braunschweiger Defense in der zweiten Hälfte nichts Nennenswertes mehr zuließ. Peggy Sommer und Lisa Holtfreter fingen je eine Interception und Nele Rex blockte einen Fieldgoalversuch und vereitelte so die einzig ernsthafte Möglichkeit auf weitere Punkte für Berlin. Im Gegenzug spielte sich die Braunschweiger Offense immer besser ein, und ließ sich nun auch durch die noch immer vorhandenen kleineren Sandkörner im Getriebe nicht mehr aus der Ruhe bringen. Neben schönen Läufen unter anderem durch Tightend Selina Seiler etablierte sich vor allem das Passspiel immer besser. Quarterback Stefanie Schult bediente Widereceiver Alina Voigt ein ums andere Mal zum First Down, die nach Belieben die Bälle aus der Lufthoheit der Berliner Verteidigungsreihen pflückte. Erst wenige Zentimeter vor der Endzone wurde Voigt durch eine Knieverletzung gestoppt. Den Abschluss erledigte alsdann Anna Hofstadt mit einem beherzten Lauf durch die schwer verteidigte Berliner Mitte. Leonie Pfeiffer steuerte noch eine TPC  zum Endstand von 21:14 bei. Trotz einer suboptimalen ersten Halbzeit und der daraus resultierenden Niederlage ist das Trainerteam sehr stolz auf die Teamleistung ihrer Lady Lions.

Echte Kämpfer geben niemals auf, sie fallen hin, sie weinen auch mal,aber dann stehen sie wieder auf und kämpfen weiter.

Das nächste Spiel der Lady Lions findet am 24.06.2018 in Oldenburg gegen die Outlaws Coyotes statt.